Detailgrad der Entitäten in den Bäumen

Detailgrad der Entitäten

Wenn Sie mit den Denkprozessen der Engpasstheorie starten, ist das Gefühl für den Detailgrad für die Entitäten noch nicht etabliert. Ich möchte Ihnen hier einige Erfahrungswerte mit an die Hand geben, die ich bereits machen konnte. Nutzen Sie diese Erfahrungen für Ihre eignen Workshops und bei der Entwicklung von Bäumen.

Detailgrad der Entitäten: Nicht zu wenig, nicht zu viel

Die Aussage trifft natürlich überall zu. Es ist letztendlich immer etwas „Beratergeschwätz“, wenn sich die Person nicht festlegen möchte, folgt die Aussage „it depends“. Ich will allerdings versuchen, einen Spagat zwischen eine guten Detailtiefe und zu abstrakten Entitäten herzustellen. Dabei gilt es zu brücksichtigen, dass Ihre Situation anders sein kann. Ich achte aber auf allgemeine Dinge, damit es für Sie möglichst breit in der Anwendung bleibt.

Der Detailgrad der Entitäten ist für mich persönlich immer wichtig. Wenn ich diesen falsch (sprich zu grob oder zu fein wähle), dann wird mein Baum nicht konsistent, ich fange an zu grübeln, gehört diese Entität nun hinein oder ist diese zu abstrakt?

Genau das reflektiert für mich dieser Detailgrad der Entitäten. Bis heute habe ich noch nicht die perfekte Lösung, aber ich nähere mich immer über die hier vorgestellten Möglichkeiten.

Wie sieht es mit SMART aus?

Wer aus dem agilen Projektmanagement Framework Scrum kommt, oder aber mit Zielen generell schon viel gearbeitet hat, dem wird SMART ein Begriff sein. SMART steht für:

  • spezifisch
  • messbar
  • akzeptiert
  • realistisch
  • terminiert

Dieses Akrynym können Sie auch ohne Probleme für die Entitäten nutzen. Allerdings benötigen Sie hier eine gewisse Anpassung. Als Richtlinie eignet sich SMART trotzdem gut.

Spezifisch ist alles das, was im System und der Realität wirklich auftritt. Das bedeutet zum Beispiel, dass Sie nichts hinzu dichten, dass es gar nicht gibt.

Akzeptiert sind Entitäten dann, wenn Sie durch alle Stakeholder akzeptiert werden. Die Bäume haben aus meiner Sicht dann die beste Darstellung der Situation, wenn sie von allen Beteiligten eines System auch akzeptiert wurden.

Realistisch / messbar kann am mit real vorkommenden Dingen gleichgesetzt werden (beim Gegenwartsbaum) oder aber mit realistischen / wahrscheinlichen Dingen in der Zukunft (Zukunftsbaum).

Für terminiert habe ich den Bezug zum System: „Unser Marketingeinfluss 2014“ – in den einzelnen Entitäten finden sich solche Terminierungen in der Regel nicht.

Keine Konjunktive!

Würde, könnte, sollte – alles das hat in einem Baum (und schon gar nicht in einem Gegenwartsbaum) zu suchen. Konzentrieren Sie auf das, was auch wirklich existiert und ggf. auch vorhanden ist (legitime Vorbehalte). Auch das hilft dem Detailgrad der Entitäten etwas Herr zu werden, denn diese werden nun nicht verwässert. Achten Sie darauf, dass Sie sich fokussieren und immer auf das beziehen, was auch wirklich auftritt.

Ganze Sätze

„Strategie“ ist für sich genommen keine Entität. „Wir haben keine Strategie entwickelt“ ist besser, aber auch nur in einem bestimmt von den Stakeholdern zu verstehen. „Es existiert für das Unternehmen im Jahr 2015 keine Strategie“ ist sogar für Außenstehende verständlich. Fangen Sie an möglichst früh in der Diskussion diese ganzen Sätze im Baum zu platzieren!

Gegenwart

Auch wenn Sie keinen Gegenwartsbaum nutzen, schreiben Sie Entitäten immer in der Gegenwart. Das hilft in Zusammenhang mit fehlenden Konjunktionen, dass Sie sich auf das wirklich existierende fokussieren.

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