Zusätzlicher Grund

Zusätzlicher Grund - Denkprozesse der Engpasstheorie

Ein zusätzlicher Grund ist ein klassischer Vertreter des „Oders“. Wenn Sie einen Effekt von einem Grund ermittelt haben, stellt sich die Frage, ob diese Beziehung die einzige ist, die zu diesem Effekt führt. Was sich ganz nach „nicht so wichtig“ anhört, ist entscheidend. Dadurch finden sich oft weitere Äste im Baum, auf die man einen Blick werfen sollte.

Wichtigkeit des zusätzlichen Grunds

Oder-Zweige in Bäumen der Denkprozesse sind eine Möglichkeit von einander unabhängige Äste zu erstellen, die später auch unterschiedlich behandelt und bewertet werden können. Stellen Sie die Äste als unterschiedliche Möglichkeiten vor, um von B nach A zu kommen.

Zusätzlicher Grund

Neben dem Grund B, stellt C einen zusätzlichen Grund für den Effekt A dar.

Mit einem zusätzlichen Effekt schaffen Sie sich eine weitere Möglichkeit Ihr Ziel A zu erreichen. Was bisher nur von B aus möglich war, kann nach genauerem Überlegen auch aus C erreicht werden.

Wenn ich von unabhängig spreche, meine ich damit die Situation, dass ein Effekt von mehr als einem Eingang beeinflusst werden kann.

Gerade für die Lösung von Konflikten und Bäumen ist ein zusätzlicher Grund sehr interessant. Sie haben so die Möglichkeit den Baum an zwei unterschiedlichen Stellen „anzugreifen“. Es lohnt sich also hier einmal genauer hinzuschauen, um zu prüfen, ob weitere Gründe vorhanden sind.

Wie Sie einen zusätzlichen Grund finden können

Wenn der Grund wichtig ist, dann stellt sich schnell die Frage, wie Sie denn zu diesem Grund kommen können. Dazu gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Die erste ist für mich

  • Wenn ich weiß, dass B die Voraussetzung von A ist, kann ich A immer nur und ausschließlich durch B erreichen?

In meinen Workshops kommen die Teilnehmer recht schnell drauf, dass es eben nicht nur dieser Grund ist, sondern weitere Gründe verantwortlich sind. Und dann ist recht schnell der weitere, unabhängige Ast entwickelt.

Sie können die Fragestellung auch umdrehen:

  • Angenommen, es gibt den Grund B nicht. Ist das System dann frei von dem Effekt A, oder tritt dieser trotzdem ein?

Es läuft letztendlich auf dasselbe hinaus – die Änderung der Fragestellung kann aber oft Wunder wirken. Probieren Sie es einfach einmal aus!

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