Vorhersagbare Effekte

Vorhersagbarer Effekt

Vorhersagbare Effekte: Die legitimen Vorbehalte beschreiben im Level 2 einen vorhersagbaren Effekt. Diesen Effekt betrachte ich in diesem Artikel genauer. Im allgemeinen Sprachgebrauch kann sich der aufmerksame Leser unter einem vorhersagbaren Effekt bereits etwas vorstellen. Wie weit das mit den Denkprozessen der Engpasstheorie zusammen passt, sehen wir in diesem Artikel.

Ein Effekt ist eine Wirkung, der ein Grund vorausgegangen sein muss. So ermitteln Sie zum Beispiel in Ihrem System mit den Stakeholdern zusammen, dass ein gewisser Grund zu einem Effekt führt. Wenn Sie das in einem Workshop machen, passiert es häufig durch die Gruppendynamik, dass Sie weiter den entlang arbeiten und neue Entitäten aufnehmen.

Es lohnt sich zusätzlich noch einige Zeit zu investieren um zu überpüfen, ob es nicht einen vorhersagbaren Effekt, neben dem bereits existierenden Effekt gibt.

Ein Beispiel für einen vorhersagbaren Effekt

Nehmen wir an, Sie haben eine zweiwöchige Abstimmung zwischen Projektbeteiligten, für den Austausch von Projektinformationen. Und Sie wollen diese Abstimmung erhöhen. Eine Entität in einem Zukunftsbaum könnte zum Beispiel lauten „Wir führen unsere Projektabstimmungen täglich durch“. Jetzt betrachten Sie in einem kleinen Ausschnitt eines Zukunftsbaum diesen Sachverhalt.

Vorhersagbare Effekte

Sie ermitteln dann, dass Sie eine bessere Kommunikation in Form von Regelmäßigkeit erreichen. Wie oben bereits erwähnt, ist eine Gruppe dann schnell im Baum auf diesem Ast weiter unterwegs. Wir wollen hier einen Blick auf einen vorhersagbaren Effekt werfen. Was könnte denn noch durch unsere täglichen Projektabstimmungen ausgelöst werden?

Hier müssen wir den Fokus sehr genau ausrichten, damit wir nicht in wilde Annahmen verfallen. Aber wenn wir etwas weiter überlegen, dann fällt uns ein Thema auf.

Vorhersagbarer Effekt

Ein vorersagbarer Effekt wäre, dass Sie mehr Zeit in die Kommunikation stecken müssen. Das ist jetzt gar nicht weit hergeholt, allerdings lauert hier auch schon wieder Gefahr durch eine implizite Annahme, die ich gerade getroffen habe! Sie können ja mal suchen, ob Sie die auch finden…

Vorhersagbare Effekte

Für die vorhersagbaren Effekte lohnt es sich, links und rechts der eigenen Argumentation zu prüfen, ob es nicht noch etwas gibt, was sehr wahrscheinlich ist. Oft ist es hilfreich, die negative „Brille“ aufzusetzen und sich zu fragen, ob es neben den bekannten Wirkungen nicht auch noch negative gibt. So lassen sich die vorhersagbare Effekte recht schnell aufdecken. Dabei ist aus meiner Sicht der vorhersagbare Effekt besonders im Zukunftsbaum relevant.

Vorhersagbar – ist es das wirklich?

Wir wissen, dass es in den Bäumen der Engpasstheorie wichtig ist, die Gegenwart als Zeitform zu nutzen und keine Szenarien in der Zukunft zu beschreiben, die nicht existent sind. Doch was tun wir mit einem „vorhersagbaren“ Effekt? Ist das nicht auch unklug? Ich treffe für mich dabei in der Regel die folgenden Lösungen:

  • Bei einem Gegenwartsbaum nehme ich vorhersagbare Effekte nicht auf, es sei denn der Fall ist (wenn auch vage) schon einmal so oder so ähnlich vorgekommen. Im weiteren Verlauf fällt diese Entität ggf. auch wieder raus. Hier hängt es sehr stark an den Stakeholder und deren Einschätzung für die Wichtigkeit.
  • Bei Zukunftsbäumen nehme ich die vorhersagbaren Effekte immer mit auf. Dabei versuche ich die 20/80 Regel anzuwenden. Auch hier liegt die Entscheidung für die Aufnahme bei den Stakeholdern, allerdings vermeide bzw. unterbinde ich reines Glaskugelreiben.
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