Grund-Ursache Beziehungen

Grund-Ursache-Beziehungen

Wenn es ein zentrales Element in den Denkprozessen der Engpasstheorie gibt, dann sind es die Grund-Ursache Beziehungen. So trivial und einfach sie auch erscheinen möchten, so wichtig sind sie.

Wenn wir die inhärente Einfachheit der Grund-Ursache Beziehung begreifen, dann werden wir verstehen, dass jede Entität in einem System durch eine solche Grund-Ursache Beziehung an das System gekoppelt ist. Je mehr wir also verstehen, wie eine Grund-Ursache Beziehung entsteht, desto besser sind wir auch in der Lage, eine Prozessverbesserung heute oder in der Zukunft an diesem System vorzunehmen.

Wir müssen ein Abbild der Realität erschaffen und dieses durch eine Grund-Ursache Beziehung beschreiben können. Das ist letztendlich nichts anderes, als eine visualisierte Momentaufnahme. Wir gehen also davon aus, dass es zu jeder Ursache in einem betrachteten System auch einen Grund gibt. Die Grund-Ursache Beziehungen können nur vollständig von den mit dem System verbundenen Individuen vollständig erforscht und bestimmt werden

Lisa Scheinkopf zitiert ein Experiment von E.Goldratt in ihrem Buch Thinking Processes including S&T Trees (Chapter 25 of Theory of Constraints Hanbook). E.Goldratt führte dabei ein Experiment mit gebildeten Personen unterschiedlichen Alters durch. Dabei wurden die verschiedenen Personen gebeten, einen Satz mit „weil“ zu erstellen. Die Ergebnisse waren unterschiedlich und konnten so bspw lauten „Die Amerikaner fahren SUVs, da Ihnen die Umwelt egal ist“. Danach wurden sie gebeten diese Aussagen durch einfache Checks (ähnlich der legitimen Vorbehalte) zu überprüfen. Das Interessante war, dass die meisten Personen die Rückmeldung gaben, dass ihre ursprüngliche Annahme falsch gewesen sei.

Ob das Experiment nun representativ war oder nicht, ich fand das Ergebnis interessant. Es werden viele Entscheidungen getroffen, obwohl die Warum-Frage nicht geklärt ist. Mit einigen wenigen logischen Checks sind wir in der Lage die Grund-Ursache-Beziehungen zu überprüfen.

x

Herausforderungen?
Ansatzpunkte sind unklar?

Die Denkprozesse der Engpasstheorie helfen!